Pixelprojekt_Ruhrgebiet – Neuaufnahmen 2020/2021

2003 wurde Pixelprojekt_Ruhrgebiet als freies Projekt in den Händen von den Bildautor*innen jenseits von Wissens- und Informationsmonopolist*innen gegründet. In dem Projekt geht es nicht nur um Information und Bildung, sondern um Erkenntnis durch Erkennen und Handeln durch Emotionalisierung.

2021 wächst das Projekt um weitere 24 Fotoserien von 22 Fotograf*innen. Elf von ihnen sind nun erstmals im Projekt vertreten. Während mit jeder Fotoserie das Bild der Region facettenreicher wird, spiegeln die Bildideen der Fotograf*innen den künstlerischen Umgang mit Inhalten in der jeweiligen Zeit. Es entsteht nach und nach nicht nur ein regionales fotografisches Gedächtnis, sondern auch ein Abriss der aktuellsten Fotogeschichte.

Aus allen neu aufgenommenen Serien werden in der Ausstellung Ausschnitte gezeigt, um damit auch die Qualität und Einzigartigkeit der sonst nur im Netz sichtbaren Bilder zu dokumentieren.
Die Arbeiten reichen von der Besetzung des Kohlekraftwerks Datteln 4 bis zum Sonntagsbootsausflug auf der Ruhr, von der historischen Stadterneuerung in Duisburg-Hochfeld bis zum „Rohrgebiet“ Ruhr – geprägt von vielen überirdischen Rohrkonstruktionen, von der Modewelt der Jüngeren bis zum Frauenhaus und von der Boxbude bis zu den tragischen Ereignissen auf der Loveparade 2010.

Mit den Neuaufnahmen besteht das Projekt nun aus 547 Fotoserien von insgesamt 327 Fotograf*innen mit mehr als 10.000 Einzelbildern.

Pixelprojekt_Ruhrgebiet was established as an independent project in 2003 by photo authors beyond monopolists of knowledge and information. The project is not only about information and education, but also about knowledge through the means of recognition and action through the means of emotionalization.

In 2021, the project is growing by 24 further photo series by 22 photographers, eleven of whom are represented for the first time in this project. While the region’s image becomes more and more multifaceted with every photo series, the photographers’ concepts also reflect the artistic approach to content in their own time. Consequently, it’s not only a regional photographic memory that is created, but also a summary of the current history of photography.

In the exhibition, sections of all the newly incorporated series are on display, in order to document the quality and uniqueness of images that are usually only visible online. Events depicted range from the occupation of a coal power station in Datteln, to a Sunday boating trip on the Ruhr river, from the historic city vitalization in Duisburg-Hochfeld to the “Rohrgebiet Ruhr” –  marked by many above-ground pipe constructions, from young people’s fashion world to a battered women’s shelter, from a fairground boxing booth to the tragedy during the Loveparade in 2010.

Including the new entries, the project now consists out of 547 photo series by 327 photographers with more than 10.000 single images.

 

Fotograf*innen: Dirk Krüll, Leif-Erik Schmitt, Inna Schneider, Heiko Tiemann

 

Eröffnung: So. 20. Juni 2021 um 11 Uhr

Ort: Wissenschaftspark Gelsenkirchen

Öffnungszeiten: Mo.–Fr. 7.30 bis 17.30 Uhr, Festivalwochenenden Sa./So. 11 bis 18 Uhr

Ausstellungsdauer: bis 18. September 2021

Eintritt: frei

 

© v.l.n.r.: Inna Schneider, Dirk Krüll, Leif-Erik Schmitt