dop|pelt

Seit ihrer Erfindung übt die Fotografie einen ungebrochen großen Einfluss auf die bildliche Darstellung des Menschen aus. Der fotografierte Mensch ist aus unserer Alltagskultur nicht mehr wegzudenken. Was aber zeigt sich in diesen Bildern? Stehen sie wirklich für repräsentierte Identitäten? Oder sehen wir in ihnen eher fiktive Persönlichkeiten? Das Festivalthema fordert regelrecht dazu auf, den Begriff „Identität“ hinsichtlich seiner gültigen Normen zu beleuchten. Ausgehend von der Frage, ob Fotografie die Komplexität des Themas widerspiegeln kann, sind die Arbeiten der Studierenden geprägt von einem experimentierfreudigen Nachdenken über fotografische Praktiken und Wirkungsweisen. Es geht nicht so sehr um die Frage, ob und wie das Medium Einblicke in Charaktere geben kann. Vielmehr gilt es, die subjektiven Anteile des realen und fiktiven Menschenbilds herauszuschälen.

 

Since its inception and up to today, photography has had an incredible influence on the visual representation of people. The photographed human is an integral part of our everyday culture. But what are these images really showing? Do they really stand for represented identities? Or do we rather see fictitious personalities in them? The festival’s current topic seems to downright ask for a questioning of the term identity and the norms attached to it. Taking the question whether photography can capture the topic’s complexity as a starting point, the students’ works are influenced by a curious and experimental way of thinking about photographic practices and modes of action. It is not so much about how the medium can offer insights into characters, but rather about gradually laying bare the subjective parts of the real and fictitious concepts of man.

 

Fotograf*innen: Hannah Braue, Ayla Buchholz, Marie Dzingel, Katharina Ley, René Omenzetter

Eröffnung: Fr. 18. Juni 2021 um 19.30 Uhr

Ort: 44309//STREET ART GALLERY

Öffnungszeiten: Di.–Fr. 15 bis 18 Uhr, Festivalwochenenden Sa./So. 11 bis 18 Uhr

Ausstellungsdauer: bis 27. Juni 2021

Eintritt: frei

 

© v.l.n.r.: Katharina Ley, Ayla Buchholz, René Omenzetter